Das Michaelsfest an der Waldorfschule

Jedes Jahr am 29. September feiert die Waldorfschule das in unserer Kultur weitgehend vergessene Michaelsfest. Michael ist der Erzengel, der Lucifer mit allen Gefolgsengeln aus dem Himmel gestürzt hat – seitdem hat die Menschheit mit diesen Kräften zu tun. Um mit den dunklen Mächten umzugehen, müssen wir Menschen Mut entwickeln. Meistens handelt es sich um den Mut, eigenen Dunkelheiten zu begegnen. Eine Möglichkeit, Mut zu entwickeln und zu stärken, sind Mutproben. Am Donnerstag, dem 29. September, konnten die Kinder unserer Schule und auch einige Grundschüler in der Turnhalle einige Mutproben bestehen. Wie genau diese aussahen, können Sie auf den folgenden Bildern anschauen.

SONY DSC

SONY DSC

SONY DSC

8 Kinder in der Freien Waldorfschule Lienen eingeschult

„Warum gehen wir zur Schule?“ – mit dieser Frage begrüßte der Gründungslehrer Helmut Andras die neuen Erstklässlerinnen und Erstklässler und ihre Familien am Samstag, dem 27.08.2016 bei der Einschulungsfeier in der Freien Waldorfschule Lienen. Seine Antwort: Um die Welt zu verstehen und in ihr zu arbeiten.

WSL_Einschulung2016_sebi60

Danach führten die Kinder der 2. Klasse das Märchen von Prinzessin Tausendschön auf. Nach einer Darbietung des Eltern-Lehrer-Chores wurde dann die neue Erstklasslehrerin, Katja Borgelt vorgestellt. Sie war bei der Einschulung und Eröffnung der Schule im vorigen Jahr als Zuschauerin dabei und hatte sich daraufhin als neue Klassenlehrerin beworben.

Frau Borgelt erzählte zuerst das Märchen vom verlorenen Stern, danach wurden die neuen Erstklässler einzeln aufgerufen und von den Zweitklässlern mit jeweils einer Sonnenblume begrüßt. Sie begannen mit dem Gang durch einen mit Blumen geschmückten Torbogen, der die Mitte der Bühne zierte, ihre ersten selbständigen Schritte in die Schulgemeinschaft.

WSL_Einschulung2016_sebi173

Das noch kleine Lehrerkollegium nutzte dann die Gelegenheit, sich kurz vorzustellen, bevor die neuen Schülerinnen und Schüler mit ihrer ersten Unterrichtsstunde begannen.

WSL_Einschulung2016_sebi42

Herr Andras erläuterte dann den anwesenden Eltern und Großeltern mit munteren Anekdoten aus seiner eigenen Schulzeit und Lehrerfahrung den Unterschied zwischen Waldorf- und Regelschule: in der Waldorfpädagogik geht es nicht nur um Inhalte, Lehrpläne und Zeugnisnoten, sondern es steht die Frage im Vordergrund, wie der Lehrstoff den Kindern in ihrer Entwicklung und aktuellen Lebenssituation dienen kann. Im Anschluss gab es dann noch einen kleinen Imbiss ausgerichtet von den Eltern der zweiten Klasse.

Renovierung der neuen Klassenräume – ein Presseartikel der RWE

Ein neuer Holzfußboden lässt nun die zwei neuen Klassenräume der freien Waldorfschule in Lienen in neuem Glanz erstrahlen. Mitglieder des Fördervereins der freien Waldorfschule und engagierte Eltern renovierten in den Sommerferien die ehemaligen Klassenräume der alten Hauptschule. Unter Ihnen auch RWE Mitarbeiterin Ramona Woltering, die im Rahmen von „ RWE – Aktiv vor Ort“ mithalf und über RWE International SE das Projekt mit 2.000 Euro förderte.

IMG_4664

Ein neuer Boden musste her und frische Farben an die Wände, damit nach den Sommerferien zwei weitere Schulklassen den Schulbetrieb an der freien Waldorfschule in Lienen aufnehmen konnten. Hierfür galt es, die alten Klassenräume herauszuputzen und nach dem Konzept der Waldorfschule herzurichten. Viele fleißige Hände warteten somit Ende Juli auf das benötigte Material und waren froh, nun endlich loslegen zu können. Ob groß, ob klein, alle Helferinnen und Helfer waren voller Tatendrang und packten kräftig mit an, die ehemaligen Klassenräume der Hauptschule Lienen zu renovieren. Ausgestattet mit Hämmern, Sägen und Klebespachtel wurde in einer fast dreitägigen Aktion der Parkettboden verlegt, geschliffen und geölt. Dann benötigte der Boden noch etwas Zeit um zu trocknen und es wurden letzte Arbeiten erledigt, bevor die Klassenmöbel aufgestellt werden konnten.

IMG_4626

Vielen Dank an die RWE für den Spendenbeitrag und allen Helfern für die tolle Mitarbeit!
IMG_4669

Warum Waldorf – Antworten von Yvonne Hagedorn

Warum Waldorf – diese Frage beantwortet uns heute Yvonne Hagedorn, deren Sohn Marlon die 3. Klasse der Waldorfschule Lienen besucht.

„Warum Waldorf? Weil ich von dem Konzept überzeugt bin und wollte, dass mein Kind Kind bleiben kann, auch wenn es zur Schule geht. Wir leben in einer Zeit, in der immer mehr Leistungsdruck herrscht. Ich will, dass mein Kind ohne Leistungsdruck zur Schule geht und ohne Zeitdruck lernen darf. An der Waldorfschule lernt mein Kind das, was an den staatlichen Schulen verloren gegangen ist. Es gibt dort Lehrer, die sich auf die Kinder einlassen und einstellen, Pädagogen aus Überzeugung und Leidenschaft, die begriffen haben, dass Kinder keine Marionetten sind, die funktionieren, wenn man am Faden zieht.

Seitdem mein Kind die Waldorfschule besucht, geht es ihm viel besser und er ist viel ausgeglichener. Heute sagt er, wenn Ferien sind, am meisten vermisse er Herrn Helmig und Herrn Andras. An der Waldorfschule hat mein Kind die Möglichkeit, trotz Schwächen zu lernen und die faire Chance, genauso gut zu sein wie die Kinder, die gut durchs Schulleben kommen.“